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Geburt im Wandel - Psychologische und physiologische Dimensionen des Kaiserschnitts und körperpsychotherapeutische Interventionen im Bereich früher Hilfen

Referent:    Dipl.-Psych. und Sonderpädagoge Ingo Jungclaussen, Köln

Inhalt:

Fast jedes dritte Kind kommt in Deutschland inzwischen per Kaiserschnitt zur Welt. Was ursprünglich als Not-Operation gedacht war, wird inzwischen zunehmend zur gängigen Praxis, häufig ohne medizinische Indikation ("Plan-Kaiserschnitt"). Innerhalb des psychologischen Therapie- und Beratungsangebotes im Bereich früher Hilfen wächst somit auch der Anteil derjenigen Mütter und Babys/Kinder mit frühkindlichen Regulationsstörungen, mit einem Kaiserschnitt-Hintergrund. Häufig wird das komplexe und spezifische Bedingungsgefüge, welches dieses Klientel im Besonderen mit sich bringt, hinsichtlich Diagnostik und Intervention noch unzureichend berücksichtigt. Im Workshop werden diese spezifischen Kaiserschnitt-Konsequenzen (besonders bei fehlender Wehentätigkeit) in Form von psychologischen und physiologischen Besonderheiten während und nach der Geburt für Mutter und Kind vorgestellt. Hierbei werden besonders bindungstheoretische ("Oxytocin"-Thematik) und körperpsychotherapeutische Aspekte berücksichtigt. Die besonders zweckmäßige "Kaiserschnitt-Baby-Massage" nach Paula Diederichs (SchreiBabyAmbulanzen Berlin), als spezifische körperpsychotherapeutische Interventi-onsmethode für Kaiserschnitt-Babys wird vorgestellt. Die TeilnehmerInnen werden gebe-ten bequeme Kleidung mitzubringen, da wir im Workshop diese Interventionsmethode an Baby-Puppen darüberhinaus auch an uns selbst anwenden werden. Die Veranstaltung beinhaltet sowohl Seminar- als auch Workshop-Anteile.
Maximale Teilnehmerzahl: 12 TeilnehmerInnen


Literaturhinweise:
  • Michel Odent: Es ist nicht egal wie wir geboren werden. Patmos Verlag 2005.
  • Peter W. Nathanielsz: “A time to be born“ In: Zeitschrift Birth, No. 3, Vol. 21, Sept. 1994
  • M. Hübner & S. Jacob: Sectio caesarea auf mütterlichen Wunsch- NIH State of the Scien-ce Konferenz 2006- eine Zusammenfassung. In: Gynäkologe 2006; 39:648-655
Eigene Publikationen::
  • „12 Jahre Berliner SchreiBabyAmbulanzen- Eine Positionierung körperpsychotherapeuti-scher Krisenintervention und früher Hilfen, im wandelnden Kontext moderner Säug-lings-, Bindungs- und Hirnforschung.“ (Zusammen mit Paula Diederichs. In: Thielen, M. (Hrsg.), 2009, Psychosozial-Verlag)

  • „Schlaf und Halt – Der Beitrag körperpsychotherapeutischer Techniken zur Behandlung frühkindlicher Schlafstörungen“ In: Zeitschrift Frühe Kindheit: 01/2007
Webseite und Kontaktinformationen des Referenten:

Dipl.-Psych. Ingo Jungclaussen. Erster Vorsitzender von Rückhalt e. V. www.rueckhalt.de Praxis für Psychotherapie und frühe Hilfen, Alte Wipperfürther Str. 14, 51065 Köln.
Kontakt: info@pro-bericht.de

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