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Jugend und politisch motivierte Gewalt - Die Vielfalt der Ursachen und Gegenstrategien
Referent: Prof. Dr. Siegfried Preiser Psychologische Hochschule Berlin / Expertenbeirat Prävention von Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit Inhalt: Heterogen sind die Beziehungen zwischen Jugendlichen und Politik, und vielfältig sind die Risikofaktoren und Ursachen von Gewalt. Wer politisch motivierte Gewalt eindämmen will, muss sich mit diesem komplexen Bedingungsgeflecht auseinandersetzen. Bei den derzeit besonders virulenten rechtsextremistischen Gewalttätern zeigt sich, dass die individuellen, familiären und schulischen Risikofaktoren kaum eine politische Komponente aufweisen. Die Lebenssituation der gefährdeten Jugendlichen weist jedoch gravierende Defizite bezüglich Sinnfindung, Zugehörigkeit und Geborgenheit, Kompetenz, Autonomie und Einflussmöglichkeiten auf. Die ideologische und soziale Vereinnahmung der Jugendlichen durch rechte Gruppierungen ermöglicht ihnen zumindest eine Pseudo-Befriedigung dieser Bedürfnisse. Präventionsmaßnahmen müssen lange vor einer Politisierung der Jugendlichen ansetzen. Literaturhinweise: - Frindte, W. & Neumann, J. (Hrsg.). (2002). Fremdenfeindliche Gewalttäter: Biografien und Tatverläufe. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag.
- Kohlstruck, M., Krüger, D. & Krüger, K. (2009). Was tun gegen rechte Gewalt? Forschungsbericht der Arbeitsstelle Jugendgewalt und Rechtsextremismus am Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU Berlin. Berlin: Landeskommission Berlin gegen Gewalt.
- Scheithauer, H., Rosenbach, C. & Niebank, K (2008).Gelingensbedingungen für die Prävention von interpersonaler Gewalt im Kindes- und Jugendalter. Expertise zur Vorlage bei der Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention (DFK). Bonn: der Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention (Abrufbar auch unter www.kriminalpraevention.de).
- Wahl, K. (Hrsg.) (2003). Skinheads, Neonazis, Mitläufer. Täterstudien und Prävention. Opladen: Leske + Budrich.
Eigene Publikationen:: - Frindte, W. & Preiser, S. (2007). Präventionsansätze gegen Rechtextremismus. Aus Politik und Zeitgeschichte, Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament 11/2007, 32-38 (12. März 2007).
- Preiser, S. & Sann, U. (2008). Gewalt- und Konfliktprävention: Evaluationsstudien und Anforderungen an Qualitätssicherung. In A. Schröder, H. Rademacher & A. Merkle (Hrsg.), Handbuch Konflikt- und Gewaltpädagogik: Verfahren für Schule und Jugendhilfe (S. 329-340). Schwalbach/Ts.: Wochenschau Verlag.
- Preiser, S. (2008). Jugend und Politik: Anpassung – Partizipation – Extremismus. In R. Oerter & L. Montada (Hrsg.), Entwicklungspsychologie (6., vollständig überarb. Aufl., S. 874-884). Weinheim: Beltz.
- Preiser, S. (2009). (Hrsg.). Qualitätssicherung bei Programmen gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit (Themenheft). Zeitschrift für Politische Psychologie, 3+4/06.
Webseite und Kontaktinformationen:Prof. Dr. Siegfried Preiser: E-Mail: S.Preiser@Psychologische-Hochschule.de Internet: www.psychologische-hochschule.de http://www.psychologie.uni-frankfurt.de/abteilungen_und_bereiche/pp/personen/preiser/index.html > << Zurück
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